Dr. Lea Petters: „Viele Unternehmen springen derzeit auf den „AI Hype Train“ auf und setzen auf Tools wie ein UnternehmensGPT. Prinzipiell ist das natürlich gut, denn man möchte nicht, dass der Zug ohne einen abfährt, aber es besteht die Gefahr, dass weitere Potenziale von Daten und KI ungenutzt bleiben. Ein solches Tool kann zwar ein Baustein sein, doch es reicht bei weitem nicht aus, um ein wirklich datengetriebenes Unternehmen zu werden.
Der Schlüssel besteht darin, Daten und Künstliche Intelligenz strategisch und ganzheitlich in die zentralen Unternehmensprozesse zu integrieren. Nur so kann nachhaltig Mehrwert geschaffen und die Erreichung der Unternehmensziele unterstützt werden.
Wertstiftende Nutzung von Daten und KI gelingt, wenn Unternehmen:
1. Eine klare Vision und Ziele definieren: Es ist wichtig, eine klare Richtung für den langfristigen Weg festzulegen und die angestrebten Initiativen sollten messbare Ziele verfolgen, die direkt auf die Unternehmensziele einzahlen.
2. Relevante Use Cases identifizieren: Daten und KI sollten dort eingesetzt werden, wo sie echten Mehrwert liefern, z. B. in Form von:
- Verbesserten Entscheidungsfindungen
- Besserem Kunden- und Marktverständnis
- Optimierten Produkten und Services
- Effizienteren Geschäftsprozessen
- Neuen datenbasierten Geschäftsmodellen
Die Hauptherausforderung ist meist, diejenigen Use Cases zu identifizieren, die direkt auf die Unternehmensziele einzahlen und auf Basis des aktuellen Reifegrades realistisch umsetzbar sind, auch wenn das übergeordnete Ziel meist klar lautet: Umsatz steigern oder Kosten senken.
3. Eine ganzheitliche Daten- und KI-Strategie verfolgen: Statt vieler isolierter Proof-of-Concepts benötigt es eine realistische Roadmap, die relevante Use Cases umsetzt und Infrastruktur, Governance, Kompetenzen sowie eine datenorientierte Unternehmenskultur und -organisation einschließt.
Der Weg zu einem datengetriebenen Unternehmen führt über die strategische Integration von Daten und KI in die zentralen Wertschöpfungsprozesse – nur dann gelingt es, das volle Potenzial für das eigene Unternehmen zu heben.“